Solvergon

Produkt

Solver PPS - KI-basierte Produktionsplanung

Ein Produktionsplan für die gesamte Fertigung, optimiert auf die Ziele, die Sie vorgeben. Kapazitätsgeprüft, in einem Lauf über alle Kostenstellen und alle offenen Aufträge.

Zielsetzung

Transparente und optimierte Produktionssteuerung

Ein paar Aufträge auf wenigen Maschinen zu priorisieren, ist Tagesgeschäft und gut zu leisten. Die Fertigungsleitung kennt die Prioritäten, sieht den Engpass und findet eine Reihenfolge, die trägt. Genau das ist die Erfahrung, die niemand ersetzen sollte.

Nur wächst die Zahl der Möglichkeiten nicht mit der Zahl der Aufträge, sie explodiert. Auf einer Maschine mit zehn Aufträgen gibt es 3,6 Millionen Optionen, sie einzuplanen, mit fünfzehn Aufträgen bereits 1,3 Billionen. Das ist eine Maschine an einem Tag, ohne Qualifikationen, ohne Stücklisten, ohne die übrigen Arbeitsplätze. Im ganzen Betrieb verschiebt dann jede Entscheidung Dutzende andere: Wird ein Mitarbeiter an einer Kostenstelle gebraucht, fehlt er an einer anderen.

Genau hier hört Ihr ERP auf. Es bildet Stücklisten, Arbeitspläne und Kapazitäten sauber ab und terminiert: Aufträge werden gegen den Liefertermin gerechnet und nacheinander eingelastet. Bewertet wird der entstandene Plan gegen kein Ziel. Solver PPS ordnet jeden Arbeitsschritt einer Kostenstelle und einem Tag zu, betrachtet die Abhängigkeiten aus Stücklisten, Fremdfertigungen und Personalverfügbarkeit geschlossen statt nacheinander und rechnet bei jedem Lauf alle offenen Aufträge neu, nicht nur die betroffenen.

Vor der Optimierung steht der Zuschnitt. Ein Kundenauftrag ist in der Fertigung selten eine Einheit: An Entkopplungspunkten zerfällt er in die Lose, in denen tatsächlich gearbeitet wird, in Abrufe mit eigenen Teillieferterminen, Chargen, Fremdfertigungs-Tranchen und gemeinsam vorgefertigte Baugruppen. Im ERP steht dafür meist nur der Gesamtauftrag. Solver PPS plant auf der Ebene, auf der die Werkstatt arbeitet.

Die Daten kommen aus dem ERP oder aus den Tabellen, in denen Sie heute planen. Der fertige Plan geht in den Formaten zurück, mit denen Fertigung, Disposition und Einkauf ohnehin arbeiten. Gerechnet wird in der Regel wöchentlich, bei Eilaufträgen oder veränderten Kapazitäten auch zwischendurch.

Eignung

Lohnt sich das in Ihrer Fertigung?

Zwischen einem zulässigen und einem guten Plan liegt umso mehr, je mehr Abhängigkeiten zusammenkommen: parallele Kundenaufträge mit unterschiedlichen Prioritäten, mehrstufige Baugruppen, ein Mix aus autonomen Maschinen, Handarbeitsplätzen und Fremdfertigung, dazu wechselnde Personalverfügbarkeit über Schichten und Qualifikationen.

Bei überschaubarer Auftragslage und wenigen Kostenstellen sagen wir Ihnen im Erstgespräch, dass sich der Aufwand nicht lohnt.

Zielvariablen

Was ein guter Plan ist, entscheiden Sie

Solver PPS bringt keinen festen Regelsatz mit. Sie gewichten, worauf gerechnet wird:

  • Termintreue: möglichst viele Aufträge pünktlich, gewichtet nach Kundenpriorität
  • Durchlaufzeit: kurze Liegezeiten zwischen den Arbeitsschritten, weniger Kapital in angefangener Ware
  • Auslastung: produktive Maschinenzeit, besonders an den Engpässen
  • Personaleinsatz: Mitarbeiter nach Qualifikation dort eingeplant, wo sie die Auslastung am stärksten heben, ausgegeben als Einsatzplan je Tag und Kostenstelle

Diese vier stehen gegeneinander. Höhere Auslastung verlängert die Durchlaufzeit, und wer jeden Eilauftrag vorzieht, zahlt mit Rüstzeit und freien Maschinenstunden. Deshalb ist die Gewichtung eine Entscheidung der Geschäftsführung und keine der Software.

Was daraus folgt, rechnet das Modell selbst aus: Rüstfolgen auf rüstkritischen Maschinen, zusammenhängende Bearbeitung eines Auftrags, frühe Einplanung knapper Aufträge. Kapazitätsgrenzen, Reihenfolgebeziehungen und verfügbare Qualifikationen sind keine Stellschrauben, sondern werden in jedem Plan eingehalten.

Ergänzen lassen sich Regeln, die es so nur bei Ihnen gibt: Reinigungsblöcke, Trocknungszeiten, Chargenführung, Bevorzugung bestimmter Kundengruppen. Der Plan soll Ihre Planungsphilosophie abbilden, nicht eine fremde Logik durchsetzen.

Wirkung

Optimierte Planung wirkt auf allen Ebenen

Der Hebel liegt nicht in zusätzlicher Kapazität, sondern in der besseren Nutzung der vorhandenen. Dieselben Maschinen, dieselbe Mannschaft, dieselben Aufträge, eine andere Reihenfolge: mehr pünktliche Lieferungen, kürzere Durchlaufzeiten, weniger gebundenes Kapital.

Funktion Was sich ändert
Geschäftsführung Mehr Durchsatz aus dem vorhandenen Maschinenpark, ohne zusätzliche Schicht oder Investition. Engpässe sind Wochen im Voraus sichtbar, Investitions- und Personalentscheidungen lassen sich am Plan belegen statt schätzen. Das Planungswissen hängt nicht mehr an einzelnen Personen.
Fertigungsleitung Die Stunden für den Wochenplan fallen weg und fließen in Führung, Engpassanalyse und Prozessarbeit. Bei Eilaufträgen und Störungen wird neu gerechnet statt improvisiert, samt Einsatzplan je Kostenstelle. Aus dem Plan-Ersteller wird der Plan-Verantwortliche.
Einkauf & Disposition Materialbedarf zeitlich aufgelöst statt aus Erfahrung geschätzt. Bestellungen lassen sich bündeln für bessere Konditionen oder splitten für weniger Lagerbestand, Eilzuschläge werden seltener. Fremdfertiger bekommen ihre Termine früh genug, um selbst zu disponieren.
Vertrieb Zusagen beruhen auf einer Kapazitätsprüfung statt auf einem Sicherheitspuffer. Kurze Termine lassen sich anbieten, ohne sie zu riskieren, und Verzögerungen sind bekannt, bevor der Kunde nachfragt.

Wie groß der Effekt bei Ihnen ausfällt, zeigt der erste Lauf mit Ihren echten Daten im Vergleich zu Ihrer heutigen Planung.

Umsetzung

Erste Ergebnisse in Wochen, ohne Eingriff in Ihre IT

Solver PPS setzt kein IT-Projekt voraus und arbeitet mit den Daten, die bei Ihnen ohnehin vorliegen.

Solver PPS als eigene Schicht neben dem bestehenden System Aus dem ERP oder aus Tabellen gehen Auftrags- und Stammdaten als Export an Solver PPS. Der berechnete Plan geht an Fertigung, Disposition und Einkauf. Die Rückmeldungen aus der Fertigung laufen unverändert in das bestehende System zurück, ohne den Solver zu berühren. ERP oder Tabellen Aufträge, Stücklisten, Stamm- und Schichtdaten Export Solver PPS rechnet den Plan gegen Ihre Zielgewichtung, als eigene Schicht daneben Plan Fertigung & Einkauf Maschinenplan, Personalplan, Materialbedarf Rückmeldungen aus der Werkstatt laufen wie bisher

Fällt der Solver aus, planen Sie weiter wie bisher.

Ihre Systeme bleiben unberührt

Solver PPS arbeitet mit strukturierten Exporten und läuft als eigene Schicht daneben. An Ihrem ERP wird nichts programmiert und nichts umgestellt, der laufende Betrieb geht weiter wie bisher.

Mit oder ohne ERP

Es genügt, dass Aufträge, Stücklisten und Stammdaten strukturiert vorliegen, auch aus gepflegten Tabellen. Bei einem Systemwechsel wird nur die Datenquelle neu angebunden, die Planungslogik bleibt.

Kurze Implementierungszeit

Erfahrungswert für den Prototyp. Bis zum Testbetrieb mit echten Daten sind vier bis sechs Wochen realistisch, abhängig von Komplexität und Datenlage.

Von Ihrer Seite braucht es einen fachlichen Ansprechpartner, der über Planungsregeln und Prioritäten entscheiden kann, meist die Fertigungsleitung oder die Leitung Arbeitsvorbereitung. Lücken in Stücklisten, Arbeitsgängen und Zeitvorgaben bereinigen wir gemeinsam; die saubere Datenbasis bleibt Ihnen danach erhalten. Personenbezogene Daten wie Qualifikationen und Abwesenheiten werden ausschließlich für die Planung verarbeitet, die datenschutzrechtliche Bewertung erstellen wir gemeinsam mit Ihnen.

Entwicklung

Benedict Roß · Anwendung Optimierungsmodelle · PPS

Benedict verantwortet die Entwicklung von Solver PPS. Wirtschaftsmathematiker mit Schwerpunkt PPS, Universität Mannheim. Er bringt mathematische Optimierung, KI-Verfahren und die Prozessstrukturen einer Fertigung zusammen. Das ist die Voraussetzung dafür, dass ein Plan nicht nur rechnerisch stimmt, sondern in der Werkstatt trägt.

Passt das zu Ihrer Fertigung?

Am Anfang steht ein Erstgespräch zur Eignung, danach ein Machbarkeits-Check mit echten Daten aus Ihrem Betrieb. Das Ergebnis ist eine konkrete Einschätzung mit Aufwand und Zeitplan, bezogen auf Ihre Fertigung, nicht auf einen Durchschnittsbetrieb.